Frontfrau von "Sixpence non the richer" ist solistisch aktiv
Leigh Nash, früher Sängerin bei der mittlerweile aufgelösten Band »Sixpence None The Richer«, veröffentlicht ein Soloalbum mit elf wunderschönen Liedern. Mit ihrer wunderbar zerbrechlichen, engelsgleichen Stimme macht sie genau da weiter, wo »Sixpence None The Richer« vor zwei Jahren aufgehört hat.
Mit dem Hit »Kiss Me« stürmten »Sixpence None The Richer« vor einigen Jahren die Charts. Danach hat es fünf Jahre gedauert bis das nächste Album »Divine Discontent« erschienen ist, Schuld daran ist vor allem die Politik der Musikindustrie.
Aufgrund dieser Erfahrung beschlossen Leigh Nash und Matt Slocum, der Gitarrist und Songwriter, die Band aufzulösen und getrennte Wege zu gehen. Leigh Nash war zu dem Zeitpunkt im siebten Monat schwanger und konzentrierte sich auf ihre neue Aufgabe als Mutter, doch war für sie schon damals klar, dass sie mit der Musik nicht aufhören würde.
»Ich wollte schon immer eine eigene Platte machen. Das war mein Plan für den Fall, dass sich die Band einmal auflösen würde. Aber dann trennten wir uns tatsächlich, was für mich nicht unbedingt absehbar gewesen war,« erinnert sie sich. »Es war eine große Veränderung in meinem Leben, weil ich seit meinem vierzehnten Lebensjahr in der Band war. Als wir uns trennten, war ich 27 und wusste nicht, was ich in Zukunft machen wollte.«
Frei vom Druck von Seiten eines Musiklabels und inspiriert durch die Liebe zu ihrem Mann und dem neugeborenen Sohn Henry, fing sie an eigene Songs zu schreiben. Herausgekommen ist eine beachtliche Sammlung von 35 Liedern, von denen nun die Besten ausgesucht und aufgenommen wurden. Mit der Produktion wurde Pierre Marchand beauftragt, der bereits mit Künstlern wie Sarah McLachlan und Rufus Wainwright zusammengearbeitet hat.
»Wenn ich es mir anhöre, bin ich jedes Mal sehr stolz auf mich,« gibt sie ganz frei zu. »...wenn ich mir diese Songs anhöre, bin ich immer wieder erstaunt über die Dinge, die dabei herauskommen, wenn man sich etwas Zeit zum Nachdenken nimmt. Für mich als Mutter eines kleinen Sohnes sind diese Momente selten, aber ich bin sehr froh, dass sie in den Songs festgehalten wurden und dass ich dadurch eine Aufzeichnung der Dinge habe, die mich in dieser sehr freudigen Phase der Mutterschaft beschäftigt haben.«
»Blue On Blue« erhält dadurch einen sehr persönlichen Touch und ist außerdem professionell produziert, obwohl es bei dieser Stimme eigentlich egal ist, ob sie von einer Band begleitet wird oder nur von einer Gitarre. Wer die »„Sixpence None The Richer“«-Alben mag, den wird diese Platte nicht enttäuschen.