Erschreckend ehrlich und erfrischend unbequem
Michael Gungors und seine Band überraschen. Ihre Texte sind frei von vielgehörten Worship-Phrasen, sind originell umgesetzt und zum Teil erschreckend ehrlich. Gungor behauptet darin zum Beispiel: Gott ist kein weißer Mann. Er ist damit unbequemer, als es viele Leute von christlichen Musikern gewohnt sind. Auch in seinem Blog ist der Musiker unbequem und ehrlich. Er beweist sich als aufmerksamer Beobachter der christlichen Subkultur und der westlichen Musikwelt. Ironisch beschreibt er den Bauplan eines X-beliebigen Popsongs, thematisiert die Alkohol-Heuchelei vieler amerikanischer Christen und packt noch andere heißen Eisen an. Zum Beispiel kritisiert er die christliche Musikindustrie und auch fromme Musik an sich.
Gungor polarisiert
Auch in seinen Songs hat Gungor keine Angst vor Tabus. Und gleichzeitig brillieren er und seine Band mit herausragenden Live-Performances. Das wird jetzt belohnt: Bisher wurde die Band Gungor als Indie-Geheimtipp gehandelt, nach der zweiten Grammynominierung schleicht sich nun aber auch der internationale Erfolg ein. Auf dem Himmelfahrtfestival in Bochum und Heilbronn war die Band dieses Jahr zwar nur eine unter vielen – und doch das Gesprächsthema schlechthin.
Gesprächsstoff hatte Rebekka also genug mit Michael Gungor im CrossTalk. Auch da war er erschreckend ehrlich und unbequem:









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