3.2.2010

Wycliff erforscht nicht nur fremde Sprachen, sondern entwickelt auch Schriftsysteme dafür - damit Menschen lesen und schreiben lernen und Bibeln in ihrer eigenen Sprache bekommen können.
Foto: wycliffe.ch
Sprachen lernen ohne Lehrbuch
Wie soll man eine Sprache lernen, für die es noch gar keine Schrift gibt? Geht das überhaupt? Aber ja, sagt Martin Klustos aus Österreich. Er hat 9 Jahre lang in Tansania gelebt und dort allein durch Zuhören, Hinschauen und Interaktion eine Eingeborenensprache gelernt. So wie er tun das hunderte Mitarbeiter der Missionsgesellschaft Wycliff weltweit. Sie lernen und analysieren die jeweiligen Sprachen, um anschließend Schriftsysteme dafür zu entwickeln, Menschen lesen und schreiben beizubringen und die Bibel zu übersetzen.
Wie funktioniert das?
Wie man eine Sprache ohne Wörterbuch lernen kann, hat Martin Klustos bei einem Missionskongress demonstriert. Suaheli-Crashkurs in 10 Minuten - ohne ein Wort Deutsch! Katrin war mit dabei - ob sie danach Suaheli sprechen konnte, hörst du hier:
Mehr über Wycliff erfahren
Wer sich für Sprachen aller Art interessiert, ist bei Wycliff richtig. Die Missionsgesellschaft leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Erforschung von Sprachen, sondern hat auch die Botschaft der Bibel im Blick. Reinschnuppern in die Arbeit von Wycliff kannst du über Kurzzeiteinsätze. Mehr Infos findest du hier:
www.wycliff.deIn über 90 Ländern aktiv
Wusstest du, dass zur Zeit 6.909 Sprachen weltweit gesprochen werden? In ca. 2.250 dieser Sprachen gibt es noch keine Bibelübersetzung. Dafür macht sich Wycliff stark. Denn es ist nicht nur schön, die Bibel in seiner eigenen Sprache zu haben. Wer Zugang zut Bibel hat, kann auch geistlich weiter wachsen. Zur Zeit arbeitet Wycliff an über 1.400 Projekten zur Erforschung und Verschriftlichung von Sprachen und zur Bibelübersetzung. Und es gibt noch viel zu tun!